Kammer für Architekten und Zvilingenieure: Zu vital für den Job!

Datum der Denkmalsetzung
Kammer für Architekten und Zivilingenieure: Zu vital für den Job!

Als vielseitiger Publizist, auch mit politischer Erfahrung, schien die ausgeschriebene Stelle zweier Mitarbeiter*innen für die Öffentlichkeitsarbeit - in für Kärnten, eine für die Steiermark - geradezu ideal zu meinen Qualifikationen und Erfahrungen passend. Ich hatte ein sehr angenehmes und interessantes Gespräch mit einem Personal, der selbst von Altersdiskriminierung betroffen, sich als selbständiger Mitarbeiter eines großen Personalberaters ein neues Standbein schuf.

Die Stelle war aufgrund zu enger Ausschreibung ein zweites Mal ausgeschrieben worden, weil sich zu wenig geeigneten Kandidat*innen gefunden hätten. Es meldeten sich fast ausschließlich Architektinnen, die oft nach der Karenz wieder eine Arbeit suchten. Eine Zweiteilung, eine Person mit Architekturhintergrund und eine mit Medienhintergrund wurde vom Personaler als ideal beschrieben und ich schien der einzige mit Medienhintergrund zu sein.

Da ich mir schon die Homepage angeschaut hatte, die vom Inhalt her eher dürftig und einen eher formalistischen bzw. bürokratischen Eindruck machte, habe ich auch eine Punktation mit Verbesserungsvorschlägen geschrieben und so gezeigt, dass ich mich näher mit den Herausforderung der ausgeschriebenen Stelle auseinander gesetzt habe. Die Homepage war nur auf klassische Selbstdarstellung ausgerichtet, aber nicht auf Bedürfnisse potentieller Kund*innen der Kammermitglieder.

Weiters erfuhr ich, dass das Präsidium der Kammer für Architekten- und Zivilingenieure sich auch ein eigenes Bild machen wolle und daher alle halbwegs geeigneten Bewerber*innen zu einem Hearing am 8. März einladen wolle. Die Präsidentin der Kammer sei zudem sehr auf Gerechtigkeit bedacht. Zwischen Architekten und Zivilingenieuren gäbe es immer eine gewisse Spannung aufgrund unterschiedlicher Kulturen.

Ich wartete sodann auf die Einladung zum Hearing, die nicht kam. Auf kurze Nachfrage am Vortag des Hearing erfuhr ich vom Personaler nur ohne jede weitere Begründung, dass man sich entschieden hätte, mich nicht einzuladen. Von der Kammer selbst habe ich dann auch nichts mehr gehört. Nicht gerade ein professionelles agieren, da auch der Umgang mit Stellenbewerber*innen integraler Teil der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens sein sollte.

Ein klarer Fall von Diskriminierung!

Wie der Zufall es wollte, fiel das Hearing bei dem ich diskriminiert wurde, auf den Weltfrauentag, zu dem ich mit meiner Partnerin wieder einmal eine Denkmalsetzung nicht nur in Söchau sondern auch in Graz machten. Eine Station war daher die Steirische Architekten- und  Zivilingenieurkammer, die zufälligerweise schräg vis á vis von Radio Helsinki war, womit zwei Fliegen auf einem Schlag - zusätzlich Besuch bei Radio Helsinki wo zufällig eine alte Bekante anwesende war - erledigt waren.